seit 1992

> startseite

«Das bessere Bild Christi, die Ausgabe des Neuen Testamentes von 1516»

Freitag, 26. August 2016, 18 bis 20 Uhr, Hofstube des Bischofshofs, Rittergasse 1, Basel.

Führung auf Deutsch. Anmeldung ụnbedingt erforderlich: .

Dr. Ueli Dill führt durch die Ausstellung «500 Jahre Erasmus von Rotterdam», 1516 erschien in Basel Erasmus von Rotterdams griechisch-lateinische Ausgabe des neuen Testaments. Das Werk prägte die Reformation entscheidend und gilt als Meilenstein der Basler Buchdruckgeschichte. Zum 500-Jahr-Jubiläum zeigt die Universitätsbibliothek Basel vom 23. Juni bis 12. November 2016 einzigartige Exponate aus der Schaffenszeit des humanistischen Theologen im Basler Münster. Basel spielte im Leben von Erasmus eine zentrale Rolle. Insgesamt über zehn Jahre verbrachte er am Rheinknie, wo er schliesslich 1536 auch verstarb und im Münster begraben wurde.

Ueli Dill stammt aus unserer Region und ist ein Schweizer Philologe und Historiker. Er studierte Lateinische Philologie, Griechische Philologie und Alte Geschichte an der Universität Basel. 1997 promovierte er bei Fritz Graf und Martin Steinmann in Basel mit einer Arbeit zu einer Schrift des Erasmus von Rotterdam. 2005 wurde er als Nachfolger von Martin Steinmann Vorsteher der Abteilung Handschriften und Alte Drucke der Universitätsbibliothek Basel.

Überlegungen zur Lampenikonographie: Original oder Imitation?

Freitag, 16. September 2016, 19.30 Uhr, Skulpturhalle, Mittlere Strasse 17, Basel.

Vortrag auf Deutsch von Frau Dr. Lambrini Koutousaki. Die Tonlampen gehören zu den wichtigsten Informationsquellen über das sozioökonomische Leben in der Antike. Dieses lässt sich durch Vorlieben und Moden erschliessen, die je nach Epoche, Ort, Werkstatt, dem lokalen Markt und der Kundschaft abweichen können. Vom ikonographischen Standpunkt her bilden die Lampen als Bildträger eine durchaus reiche und interessante Ergänzung zum Studium der antiken Kunst. Lambrini Koutousaki wurde in St. Gallen geboren, besuchte die Schulen in Griechenland und kehrte 1988 «zurück» in die Schweiz, wo sie Altertumswissenschaften an den Universitäten Fribourg und Bern studierte. Nach ihrer Promotion arbeitete sie mehrere Jahre als Assistentin an der Universität Zürich und arbeitet gegenwärtig als Dozentin für Alt- und Neugriechisch an der Universität Bern. Seit ihrem Studium beschäftigt sich Lambrini Koutousaki mit der Sepulkralkultur.

Konzert Hinweis

Sonntag, 18. September 2016, 17 Uhr, Kulturscheune Liestal, Kasernenstrasse 21a.

Konzert des griechischen Kammerensemble ο ήχος ως έχει (Woodwind and Piano Chamber Music Larissa) mit Werken von griechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, unter anderen Takis Kalogeropoulos, Yannis Constantinidis und Panagiotis Dimopoulos (Uraufführung) statt. Weitere Informationen unter www.kulturscheune.ch oder Telefon 061 921 01 25.

Griechen in der Diaspora und ihre Aktivitäten in der Wohltätigkeitsarbeit

Freitag, 4. November 2016, 19.30 Uhr, Skulpturhalle, Mittlere Strasse 17, Basel.

Vortrag von Frau Prof. Dr. Matoula Tomara-Sideri auf Griechisch, mit schriftlicher Übersetzung auf Deutsch. Matoula Tomara-Sideri hat an der Panteion Universität in Athen Geschichte, historische Demographie und Soziologie studiert und promovierte 1985 in Paris an der Sorbonne. Heute unterrichtet sie als Professorin an der Panteion Universität in Athen historische Demographie, Geschichte des Hellenismus und Euergetismus (nach dem griechischen Verb εὐεργετέω «eine Wohltat erweisen»). Besonders im Hellenismus und während der römischen Kaiserzeit war der Euergetismus insbesondere in den Städten des östlichen Mittelmeerraumes von grösster Bedeutung. Die Forschung von Matoula Tomara-Sideri fokussiert auf die historischen und konzeptuellen Grundlagen des Euergetismus.

«Schweigen und Erinnern» ein Essay über die griechische Seele anhand von Gedichten von Seferis und Ritsos

Freitag, 25. November 2016, 19.30 Uhr, Skulpturhalle, Mittlere Strasse 17, Basel.

Vortrag auf Deutsch von Dr. Argyris Sfountouris. Argyris Sfountouris wurde 1940 im griechischen Dorf Distomo geboren, deren Bewohner am 10. Juni 1944 von deutschen Besatzungstruppen grausam massakriert wurden. Er verlor Mutter, Vater und Elternhaus, überlebte zufällig mit seinen drei älteren Schwestern. 1949 kam er ins Kinderdorf Pestalozzi in die Schweiz, wo er deutschsprachige Schulen besuchte. Während und nach dem Studium der Kern- und Astrophysik an der ETH Zürich sowie Philosophie, Pädagogik und Ökonomie unterrichtete er in Zürcher Gymnasien.

Im Bestreben, sich seine Muttersprache zu erhalten, fing Argyris Sfountouris bereits als Jugendlicher an, Lyrik zu übersetzen. In der Überzeugung, dass Kulturaustausch eine wichtige Voraussetzung für die Verständigung zwischen den Völkern ist, übersetzte er auch damals bei uns völlig unbekannte Lyriker wie Elytis, Vrettakos, Ritsos, Samarkis und Vassilikos. Der schweizerische Dokumentarfilm «Ein Lied für Argyris» (2006) von Stefan Haupt schildert exemplarisch und stellvertretend für viele andere das Leben und Wirken von Argyris Sfountouris und seinen unermüdlichen Einsatz für eine friedliche Menschheit.

Ελληνικά πελάγη: Μύριες νησίδες για αναρίθμητα πουλιά
Griechische Meere: tausende Inseln für unzählige Vögel

Freitag, 27. Januar 2017, 19.30 Uhr, Skulpturhalle, Mittlere Strasse 17, Basel.

Vortrag von Panagiotis Latsoudis, auf Griechisch mit mündlicher Übersetzung auf Deutsch. Anschliessend Vasilopita/Βασιλόπιτα.

Panagiotis Latsoudis ist Umweltwissenschaftler und Vorstandsmitglied des griechischen ornithologischen Vereins. Sein Hauptforschungsgebiet ist die griechische Vogelwelt. Seit drei Jahrzehnten nimmt er Vogelpopulationen auf in Feld, Wald, Feuchtgebieten und Inselsystemen. Er ist verantwortlich für die Inventarisierung des Eleonorenfalken (Μαυροπετρίτης, Falco eleonorae) in den Kykladen, im Dodekanes und in den Ionischen Inseln und besuchte dabei die meisten Inseln und Kleininseln Griechenlands. Für den WWF Griechenland koordinierte Panagiotis Latsoudis während drei Jahren die Erforschung des Rothirsches auf dem Berg Parnass.