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Ein spannender Einblick in das Schaffen eines Architekten

Dimitris Manikas begann seinen Vortrag mit ein paar allgemeinen Ausführungen zu den Leitideen, an welchen er sich bei der Erarbeitung von Projekten orientiert. Dazu gehören der Einbezug der lokalen Begebenheiten sowie der bestehenden Bausubstanz. Ferner strebt er eine gelungene Verbindung zwischen Alt und Neu, zwischen Tradition und Innovation an, welche die diversen Nutzungen der Gebäude berücksichtigt.

Herr Manikas stellte verschiedene Projekte vor, mit denen er an Wettbewerben in Athen und Wien Erfolg hatte und die teilweise auch verwirklicht wurden. Erwähnt seien hier zwei Projekte für das neue Akropolis-Museum, die jedoch nicht verwirklicht wurden. Die mit zahlreichen Bildern dokumentierten Projekte zeigten deutlich Dimitris Manikas Bestreben, seine architektonischen Vorstellungen in die übergeordnete Idee des zu realisierenden Projektes einzufügen. Sein Projekt stellte sich ganz in den Dienst der auszustellenden Exponate und fügte sich in die von der Akropolis dominierte Umgebung ein.

Zur Verwirklichung gelangte sein Projekt zur Neugestaltung des Syntagma-Platzes. Es war interessant mitzuverfolgen, wie viele Gedanken sich die beteiligten Architekten machten, um den diversen Ansprüche dieses zentralen Platzes von Athen  gerecht zu werden. In Wien konnte Herr Manikas verschiedene prestigeträchtige Projekte verwirklichen. Bei der Neugestaltung der 1909 von Max Fabiani erbauten Urania stellte Herr Manikas seine Fähigkeit unter Beweis, erhaltenswerte alte Bausubstanzen von späteren Verunstaltungen zu befreien und die durch aktuelle Nutzungserfordernisse notwendigen Ergänzungen mit der bestehenden Substanz zu einem harmonischen Ganzen zu vereinigen.

Beim Wien Museum, dem ehemaligen historischen Museum der Stadt Wien, beeindruckte vor allem die leichte Glasdachkonstruktion, mit der er den Innenhof des  1953-59 von Oswald Hertel errichteten Gebäudes überdachte. Erwähnt sei an dieser Stelle noch das Projekt «Kindertagesheim Schödlerbergergasse Wien 22», welches Dimitris Manikas als Neubau 1995 bis 1996 errichtete. Hier beeindruckte vor allem die originelle Lichtgestaltung der schlichten Pavillons.

Natürlich wurde Dimitris Manikas im Anschluss an die sehr interessanten Ausführungen zur Neugestaltung des Omonia-Platzes in Athen befragt. Herr Manikas zeigte sich gar nicht einverstanden mit der heutigen Lösung, die der Geschichte und der Tradition dieses für die Athener Bevölkerung wohl wichtigsten Platzes in keiner Weise Rechnung trägt. Generell sei es in Athen bedauerlicherweise schwierig, Projekte integral zu verwirklichen, da im Labyrinth der politischen Bewilligungsverfahren von allen Seiten in ein Projekt eingegriffen werde.

Im Anschluss an den Vortrag lud Katherina Wahli zum traditionellen Anschneiden des Vasilopitta. Die köstlichen Kuchen waren wie jedes Jahr von der Bäckerei Krebs am Spalenring nach Originalrezept gebacken worden. Und wie jedes Jahr gab es eine glückliche Gewinnerin einer Goldmünze.

 

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