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Naturschätze Griechenlands: Die Insel Lesbos
Andres Meier, Ornithologe und Naturfilmer verwöhnte uns mit einem phantastischen Film über die Landschaften, Flora und Fauna der Insel Lesbos, den er mit seinen spannenden Kommentaren mit viel Wissenswertem vor allem über Vögel und Feuchtgebiete bereicherte. Man darf ohne Übertreibung sagen, dass er uns alle mit seinen atemberaubenden Bildern begeisterte. Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete er Fragen aus dem Teilnehmerkreis, und er stand auch während des Apéros für viele unserer Mitglieder zur Verfügung, indem er weitere Fragen beantwortete oder um zu fachsimpeln.
Damit ist der zweite Teil unseres Anlasses angesprochen, der durch unsere Präsidentin eröffnet wurde, indem sie die erste von zehn Vasilopitas zerteilte. Eine gute Gelegenheit, uns den Brauch mit einigen Informationen näher zu bringen. Deshalb hier noch eine kleine Zusammenfassung von Wissenwertem:
Der 1. Januar: Ist der Bescherungstag, denn der heilige Vassilius legt den Kindern in der Nacht vom 31. Dezember auf den Neujahrstag heimlich die Geschenke vor ihr Bett.
Der Heilige Vassilius: Der Bischof aus Caesarea in Kappadokien (gest. 379) ist einer der populärsten Heiligen, um den sich selbst in den Städten bäuerliches Brauchtum und volkstümliche Neujahrssitten erhalten haben. Er ist der Schutzheilige der Kinder und Hüter der Schifffahrt. Er war wohltätig und hilfsbereit. Er hat in einem Stadtteil Heime für Kranke, Waisenkinder und ältere Menschen gebaut und genoss das Vertrauen der ganzen Stadt.
Die Legende: Kaiser Julian wollte Vasileios wegen seines Glaubens erpressen und verlangte sehr viel Gold, damit sein Heer die Stadt verschone. Die Bürger vertrauten ihr Gold dem Bischof an, damit ihre Stadt gerettet werde. Der Kaiser änderte jedoch seine Pläne und kehrte mit seinem Heer nicht über diese Region vom Krieg zurück. Jetzt hatte der Bischof das Problem, wie er das Gold den Menschen zurückgeben konnte, denn er wusste nicht mit Sicherheit wem was gehört. Deswegen beauftragte er die Frauen Brote zu backen und er steckte in jedes Brot ein Gold- bzw. Schmuckstück. Der Legende nach bekam jeder sein eigenes Gold- bzw. Schmuckstück in seinem Brotstück zurück.
Vassilopita (Neujahrskuchen): In allen Familien und Firmen ist das Schneiden der Vassilopitta üblich: Eingebacken in den Kuchen ist eine Münze, früher eine Silber- oder sogar Goldmünze. Der Hausherr schneidet das Gebäck in gleiche Teile, legt jeweils eins für den Heiligen Vassilis, für Christus oder die Muttergottes, für das Haus und für den «Armen» beiseite und teilt die restlichen Stücke auf die Familienmitglieder oder das Firmenpersonal auf. Wer das Stück mit der Münze bekommt, wird im neuen Jahr viel Glück haben.