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Vassilis Skoulas Lyra und Ensemble
Kretische Leidenschaft und Strenge zeichnen Lyraspiel und Gesang des Meisters aus Anoghia aus. In Begleitung von drei jungen Musikern, nämlich zwei Mandolospielern (kretische Mandoline) und einem Lautenspieler brachte er den vollen Scala-Saal zum Vibrieren. Die zahlreich anwesenden Landsleute, darunter nicht wenige Kreter, die aus Zürich und Bern angereist waren, aber auch wir Philhellenen wurden von den eindrücklichen Texten und den auf einen grossen Bogen angelegten Rhythmen mitgerissen. Zwei intensive Stunden lang fesselte uns Vassilis Skoulas mit traditionellen Weisen und eigenen Kompositionen. Dabei spiegeln nicht nur Melodie und Text sondern auch die Wiedergabe eine spezielle Tradition wieder: die vier Interpreten sind innerlich aufeinander abgestimmt, so dass sie ohne Noten und als einzige Referenz den Meisterspieler jede Verzögerung oder Beschleunigung präzise mitmachen. Die Instrumente, ein Streichinstrument, drei Zupfinstrumente ergeben die eigenartige Klangmischung. Der Vortrag von Vassilis Skoulas und seinen Freunden hat uns einen tiefen Einblick in das vielschichtige Erbe der kretischen Musik gewährt.