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Zypriotische Identität als Chance
Vor ca. hundert Mitgliedern und Gästen, darunter der Konsul, hielt Professor Pavlos Tzermias einen spannenden Vortrag, welcher durch das grosse Wissen und die Weitsicht des Referenten gekennzeichnet war.
Professor Tzermias definierte gleich zu Beginn die Koordinaten, innerhalb derer er seine Ausführungen aufspannte: das Spannungsfeld zwischen der Verwicklung der Insel in die Geschichte, vor allem der Geschichte des Aufeinanderprallens von Ost und West, und der Eigenständigkeit der Bewohner der Insel. Letztere erlosch auch in den Phasen grössten äusseren Druckes nie. Auf diesem Fundament führte der Referent seine Zuhörerinnen und Zuhörer durch die wechselvolle Geschichte von Zypern, beginnend mit den frühesten Spuren menschlicher Tätigkeiten im sechsten Jahrtausend vor Christus über die prägenden Phasen der griechischen Kultur bis in die langen Jahrhunderte der Herrschaft verschiedenster Besatzer: Römer, Lateiner, Venezianer, Osmanen, Briten. In dieser langen Zeit hat sich Zypern eine eigene Identität bewahrt. Die Insel sei gemeinsame Heimat für alle Bevölkerungsgruppen. Das Eigenleben des Zypriotentums sei das Fundament, auf dem eine glückliche Zukunft der Insel aufgebaut werden müsse, jenseits aller Nationalismen.
Wer sich vertieft mit der Geschichte der Insel beschäftigen möchte, sei auf Professor Tzermias’ Buch Geschichte der Republik Zypern – Mit Berücksichtigung der historischen Entwicklung der Insel während der Jahrtausende (Francke Verlag, Tübingen) verwiesen.
Im Anschluss lud die Fremdenverkehrszentrale Zypern zu einem vorzüglichen, von Delicato Zürich servierten Apéro ein. Wir danken den Vertretern der Fremdenverkehrszentrale für das Sponsoring und die sehr gute Zusammenarbeit bei diesem äusserst gelungenen Anlass.